Ursprung und Entdeckung von Shiatsu

Bild Zen und Shiatsu

Auch heute noch unterscheidet der traditionelle Akupunkteur mit der Sensitivität seiner Finger über dreissig verschieden gefühlte Pulsqualitäten am Handgelenk seines Patienten, bevor die Akupunkturnadeln gesetzt werden.

Jahrtausende sind verstrichen und die Naturheilkunde hat wertvolle Therapieansätze bewahrt. Diese Zeitdimensionen und die Pflege dieser Traditionen versetzten mich persönlich immer wieder in Erstaunen über die tiefen Ursprünge des Wissens und der Praxis solcher Behandlungsformen. Sie gehören der Menschheitsgeschichte an und sind Kulturerbe, auch, wenn die Moderne diese Methoden nur am Rande wahrnimmt.

Tuina Anmo hat sich aber erst im 20 Jahrhundert in Shiatsu gewandelt, als japanische Therapeuten (T. Namikoshi und T. Tempacku) westliche Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Menschen in die älteren Behandlungsverfahren integrierten. Dadurch wollte man eine Abgrenzung dieser Druckpunkttherapie zu den weniger ernsthaften Formen, der reinen Entspannungsmassagen erreichen.

Wörtlich übersetzt heisst Shiatsu Fingerdruck.

1964 wurde Shiatsu in seiner heutigen Form offiziell von der japanischen Regierung als Behandlungssystem anerkannt. Später hat der Japaner S. Masunaga, Professor für Psychologie an der Universität in Tokio, traditionelles Shiatsu und seine historischen Wurzeln, mit modernem Wissen der Psychologie sowie mit westlicher Physiologie (Lehre von den Funktionen des menschlichen Körpers) verwoben. Dieses nannte er Zen-Shiatsu, was auch auf die buddhistisch-philosophischen Wurzeln Japans rückschliessen lässt. Zen-Shiatsu weckte besonders im Westen grosses Interesse.

Ich selbst reihe mich gerne in dieser langen Reihe der Traditionen ein, erwarb ich doch über meine ausgedehnten Reisen einen greifbaren und unmittelbaren Kontakt zu der Kultur Asiens.

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