Naturwissenschaftliche Erklärung der körpereigenen Funktionen während einer Shiatsubehandlung

Bild Erklärung Shiatsu

Denken wir nun in östlichen Begriffen weiter, so befinden wir uns wieder in der Theorie und im Analysieren, nämlich im "Yang" der Polaritätsanschauung. Diese steht, wie bereits schon besprochen, im Gegensatz zum "Yin" des Fühlens der Körperwahrnehmung.

Das vegetative Nervensystem

Durch den sanft ansteigenden Druck auf Haut, Bindegewebe und Muskeln (und deren Faszien=Muskelschläuche) kommt es zu einer direkten Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Diese Berührung lässt die Aktivität des sympathikotonen Teils des vegetativen Nervensystems in den Hintergrund treten, es kommt zu einer Verschiebung in Richtung parasympathikotoner Lage. Im östlichen Denken ein "Yin-Zustand" des Nervensystems, der uns entspannen lässt, bei dem wir uns fallen lassen können. Den "Yang-Zustand", die sogenannte Sympathikotonie, unterstützt von den "flight und fight" (Flucht und Kampf) Hormonen Adrenalin und Kortisol, benötigen wir im Alltag, um auf "Touren" zu kommen, um den Alltag bewältigen zu können.
In der parasympathikotonen Lage kann sich der Organismus nun regenerieren, man spricht häufig von der Aktivierung der Selbstheilungskräfte. In der Entspannung regeneriert sich der Stoffwechsel, die Atmung wird positiv beeinflusst, was wiederum regulierend auf das Nervensystem wirkt. Zwerchfell und verspannte Nackenmuskulatur lösen sich. So gesehen finden wir die östliche Ansicht bestätigt, dass der Patient sich selbst heilen muss, der Therapeut dient ihm allenfalls zur Begleitung und Unterstützung.

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