Zur beruflichen Ausübung der Homöopathie

Die berufliche Ausübung der Homöopathie

Nach einer Umfrage vom Mai 2001 ließen sich 37% der deutschen Bevölkerung schon einmal homöopathisch behandeln. Von diesen wiederum geben 80% an, sie hätten eine nachhaltige Linderung ihrer Beschwerden erfahren.

Die Behandlung und Mittelfindung nach den Gesetzmäßigkeiten der Homöopathie ist für den Berufstand des Arztes und des Heilpraktikers dieselbe. Daraus geht auch hervor, dass beide Berufsgruppen sich bemühen, Kriterien für eine gute und gründliche Ausbildung niederzulegen. Gute erfolgreiche Homöopathie lässt sich nicht an zwei Wochenendfortbildungen erlernen. Ein schulmedizinisches Studium macht genauso wenig einen guten Homöopathen aus, sowie ich mich Akupunkteur nenne, nur weil ich eine Nadel in der Hand halte. Die Ungiftigkeit der Homöopathika verleitet manchen Verordner dazu, die Medikamente leichtfertig einzusetzen. Das Ergebnis sind Enttäuschungen und Klagen über die Homöopathie. So kommt sie in den Verruf der "Kräuterweiblein-/Wurzelsepp-Medizin", die sie absolut nicht verdient hat!

Bild Homöopathie - Doktoren

Hege ich in der Patientenbefragung den begründeten Verdacht einer bedrohlichen Erkrankungsform, die einer ärztlichen Untersuchung bedarf, so schicke ich den Patienten zur klinischen Befunderhebung, noch bevor homöopathisch behandelt wird. Meistens jedoch kommen meine Patienten schon "abgeklärt" in die Praxis.

Der von Heilpraktikern gegründete Bund klassischer Homöopathen Deutschlands (BKHD) hat einen Flyer: "Homöopathie, ihre Anwendung, ihre Therapeuten", herausgegeben. Darin lesen Sie, woran Sie einen guten Homöopathen und Therapeuten erkennen. Zum Wohle des Patienten sollte grundsätzlich eine gute Zusammenarbeit und Toleranz der einzelnen Fraktionen bestehen, die man medizinischen Pluralismus (Vielfältigkeit) nennen könnte. Ist nicht auch in der Politik die Demokratie und nicht die Diktatur "das kleinere Übel"?

Wie der Volksmund es ausdrückt: "Alle kochen wir nur mit Wasser, keiner hat die Wahrheit mit Löffeln gegessen". In diesem Sinne gibt es auch keine homöopathischen Patentrezepte, mit deren Hilfe der Homöotherapeut, gleich welcher Berufsgruppe er auch zugehören mag, eine chronische Beschwerde im Handumdrehen beseitigen kann. Aber richtig ausgeübt kann die Homöopathie in manchen Fällen sogar noch helfen, selbst wenn der Patient schon von "Pontius bis Pilatus" gelaufen ist.

nächste Seite nach oben zurück