Die Arzneimittelprüfung

Die homöopathische Arzneimittelprüfung

Seit es die Homöopathie gibt, wurden über 2000 Substanzen aus dem mineralischen, pflanzlichen und tierischen Bereich am gesunden Menschen getestet. Mit Hilfe dieser Arzneimittelprüfung hat man freiwillige Testpersonen sozusagen vorübergehend krank gemacht. Die dabei aufgetretenen Symptome, wie im Beispiel von Allium cepa, nämlich tränende Augen mit Brennen und Juckreiz, die tropfende Nase mit der Besserung an der frischen Luft, hat man genau niedergeschrieben. So sind bei der Substanz Schwefel z.B. in der Arzneimittelprüfung mehr als 5000 Prüfungssymptome bei verschiedenen Testpersonen entstanden. Doch konzentriere ich mich auf einige Dutzend wesentliche wahl- und leitanzeigenden Symptome. Diese sogenannten Arzneimittelbilder (Auflistungen von Symptomen) füllen dicke, sehr hilfreiche Bücher, die sogenannte "Materia medica", d.h. Arzneimittellehre.

Die Leute fragen mich: "Kann man denn Heuschnupfen, oder Krampfadern, oder Neurodermitis, oder, oder... homöopathisch behandeln?" Der Name der Krankheit ist nicht entscheidend, ob homöopathisch behandelt werden kann oder nicht. Entscheidend ist die heilende Reaktion der Vitalkräfte und die der Eigenregulation, auf welche die Homöopathie ihre Wirkung ausübt.

Oben genannte Frage habe ich schon so oft gehört und sie ist auch sehr verständlich. Sind wir es doch nicht anders gewöhnt als ein Mittel gegen unsere Kopfschmerzen verschrieben zu bekommen oder Hormontabletten gegen die Hitzewallungen. Mit der Homöopathie bekommt der Patient sein persönliches, für seinen individuellen Zustand gewähltes Arzneimittel. Kommen fünf Patienten mit zum Beispiel Migräne in meine Praxis, wird wahrscheinlich jedem der fünf ein anderes Heilmittel verschrieben. Denn der eine bekommt seine Migräne immer nur, wenn er längere Autofahrten unternimmt und dann überwiegend in der linken Schläfe, der zweite hat im Gegensatz zum ersten Patient seine Migräne nur tagsüber und nur im Hinterkopf mit einer deutlichen Besserung durch einen "Coldpack", der dritte wacht schon früh morgens mit seinen unleidigen Kopfschmerzen auf, nachdem er am Vorabend nur ein kleines Gläschen Wein getrunken hat etc.

Der Name "Homöopathie" kommt aus der griechischen Sprache. Homoios bedeutet Ähnlich, pathos heisst Leiden. Es wird ein den Symptomen der Krankheit ähnliches Arzneimittel gewählt.
Die Schulmedizin, auch "Allopathie" genannt, leitet sich vom griechischen allo ab, was anders oder fremd heisst. Die Arznei ist der Pathologie (dem Krankhaften) entgegengesetzt.

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