Das homöopathische Arzneimittel

Das homöopathische Arzneimittel

Gobuli, Tröpfchen, oder auch Kügele genannt...Wie werden sie hergestellt? Ist die Kleinheit der Dosis wirklich das Kennzeichen der Homöopathie?

Haben Sie diesen Spruch schon einmal gehört...Ein Tröpfchen Pflanzenextrakt z.B. des Lebensbaumes (Thuja occidentalis) in Bregenz in den Bodensee geträufelt, den ganzen See einige Male kräftig umgerührt, in Konstanz ein Tröpfchen entnommen: fertig ist die homöopathische Dosis. Entlockt Ihnen solches Unwissen nach dem Lesen meiner obigen Ausführungen nicht ein Lächeln?

Natürlich! Das Ähnlichkeitsgesetz ist das Kennzeichen der Homöopathie. Denn die homoöpathischen Arzneien sind nicht nur verdünnt, sondern noch viel wichtiger, sie sind verschüttelt. Diese Verschüttelung und Verreibung nennen wir auch Dynamisation, oder Potenzierung. Verschütteln oder auch verreiben, bringt etwas in Bewegung, in Lösung (es wird dynamisiert) und das Heilmittel erhält seine Heilkraft (Potenz heisst Kraft) aus diesem Herstellungsprozess. Gleichzeitig verlieren viele giftige pflanzliche und tierische Stoffe ihre Gefährlichkeit für den menschlichen Körper. Manche Ausgangssubstanzen wie z.B. von Lycopodium (Sporen des Kolbenbärlapps), einem wichtigen homöopathischen Arzneimittel, oder Silicea (Kieselerde), sind in unverdünnter und unverschüttelter Ausgangssubstanz sogar völlig wirkungslos. Diese Mittel erreichen unsere Vitalkräfte erst, wenn sie sozusagen dem "Grobstofflichen" enthoben, und somit zum Heilmittel geworden sind.

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Gift kein Gift ist!"
(Paracelsus 1493-1541)

"Die milde Kraft ist groß"
(S. Hahnemann)

"Weniger ist oft mehr, viel hilft nicht immer viel"
(Volksmund)

Im März 2004 sendete das Zweite Deutsche Fernsehen in den Nachrichten, dass mehr Menschen in der BRD an den Folgen von Gebrauch und Missbrauch pharmazeutischer Arzneimittel sterben, als es Verkehrstote auf den Strassen in Deutschland gibt. Die deutsche Presseargentur (DPA) meldete im Jahre 2001, dass die Pharmaunternehmen in Deutschland mehr als fünf Milliarden Euro für Werbung ausgegeben haben, aber nur 1,5 Milliarden für Forschungszwecke .

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